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Stöckenburg aktuell

Dummer Esel? Von wegen!

Es gab Zeiten, in denen man meinte, dass Esel dumm seien. Dieses Vorurteil fand im Mittelalter in der Schule Anwendung, indem man Schülerinnen und Schülern eine Eselsmaske aufsetzte, wenn sie eine geforderte Leistung nicht erbringen konnten – also „dumm wie ein Esel“ waren. Mittlerweile sind diese Zeiten glücklicherweise vorbei. Und man weiß heutzutage, dass Esel keineswegs dumm sind.

Im Gegenteil: Esel sind sehr kluge und empfindsame Tiere. Sie sind genügsam und hart im Nehmen. Eigensinnig. Störrisch manchmal. Und sehr vorsichtig.

Dass sie darüber hinaus nicht nur vorsichtig, sondern auch noch vorausschauend sind, dass sie in der Lage sind, gewissermaßen hinter die Kulissen einer Szenerie zu schauen, konnte man am Dorfbrunnen in Merkelbach erfahren, als dort das letzte Fenster des diesjährigen Advents geöffnet wurde.

Der Held der Geschichte, die dort erzählt wurde, war ein Esel – ein zunächst ziemlich unangenehm scheinender Zeitgenosse. Warum er so war, wie er war, wurde nicht erzählt. Vielleicht hatte er schlimme Erfahrungen gemacht und war dadurch mit der Zeit so verbittert geworden, dass ihm fast nichts anderes übrigblieb, als diese Verbitterung an allen Zwei- und Vierbeinern auszulassen, denen er begegnete.

Dieser Esel gelangte über diverse Umwege in den Stall von Bethlehem, in dem das göttliche Kind geboren werden sollte. Seine Charakterzüge verhinderten, dass er mit den anderen Tieren, einem Ochsen und einem Kamel in Kontakt kam. Sein Versuch, den Tieren mit einer Vorfahrin zu imponieren, kam gar nicht gut an. Dabei hatte seine Vorfahrin durchaus etwas Beachtliches geleistet. Die Eselin, die mit dem Propheten Bileam unterwegs war, hatte auf ihrem Weg einen Engel mit einem Flammenschwert gesehen und den Propheten vor einer persönlichen Katastrophe bewahrt, indem sie bockig wurde und ihn daran hinderte den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Und auch sein Hinweis an die Tiere, dass er von ihr die Gabe des Voraussehens geerbt habe, ging ins Leere.

Für die Menschen, die etwas später den Stall bevölkerten, interessierte er sich zunächst weniger: ein Mann und eine Frau, die ein Kind bekam – also nicht Neues unter der Sonne. Dazu ein paar einfache Hirten und ein paar besser gekleidete Leute aus dem Morgenland. Seine Gleichgültigkeit änderte sich dann aber schlagartig, als das neugeborene Kind anfing, mit dem Ohr des Esels zu spielen. Durch die Berührung spürte er zum ersten Mal das Bedürfnis, ein „guter“ Esel zu sein. Er wollte dem Kind etwas schenken, aber er hatte nichts, was er hätte geben können. Da das Kind an seinem Ohr Freude zu haben schien, kam ihm der aberwitzige Gedanke, dass er sich doch selbst dem Kind schenken könnte. Und so war es für ihn völlig in Ordnung, dass Maria und Josef ihn als Tragetier mitnahmen, als sie vor den Soldaten des Königs Herodes nach Ägypten fliehen mussten.

Unterwegs kam dem Esel und seinen Begleitern die Gabe der Vorausschau zugute, als er – wie seinerzeit seine Vorfahrin – einen Engel mit Flammenschwert sah, der sich ihnen in den Weg stellte. Konsequent wich er daher vom Weg ab und bewahrte dadurch die Heilige Familie vor dem Zugriff der königlichen Schergen.

Und dann sah der Esel noch mehr voraus: künftige Szenen aus dem Leben des Kindes. Er sah das Kind – inzwischen Mann geworden – zunächst auf einem Esel in Jerusalem einziehen und dann, mit einer Dornenkrone versehen, gekreuzigt zu werden. Und er spürte, dass die Gabe der Vorausschau durchaus auch eine Last sein kann.

Das, was der Esel damals vorausgesehen hatte, ist für uns die Erinnerung an eine alte Geschichte geworden. Und es ist völlig in Ordnung, sich an die Geburt des göttlichen Kindes zu erinnern – und Weihnachten zu feiern in einer Weise, die uns und den Menschen, die wir lieben, das Herz aufgehen lässt. Um allerdings recht zu verstehen, was da geschehen ist, sollte man – wie der Esel – immer beides zusammensehen: das Kind und den Mann, die Krippe und das Kreuz, Weihnachten und Ostern.

Nur so werden wir in vollem Umfang unsere Erlösung begreifen, die mit der Geburt dieses Kindes ihren Anfang genommen hat.

Ein herzlicher Dank an Alle, die in diesem Jahr ein Fenster des Lebendigen Advents gestaltet haben. Gesegnete Weihnachten allen Leserinnen und Lesern dieser Beiträge und allen Menschen dieser Erde.

Ev. Kirchengemeinde Stöckenburg

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  • Stöckenburgstr. 3
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